Yvonnes Reisen

What a wonderful world!

Final Consultation

Kann das tatsächlich wahr sein? Gestern Mittag saß ich schon bei der Ayurveda-Ärztin des Ressorts zur Abschlußbesprechung. 13 Behandlungstage liegen hinter mir oder soll ich besser sagen, sind verflogen?
Kaum noch erinnere ich mich an meine ersten beiden Tage, die ich so müde und lethargisch hinter mich gebracht habe. Erst mit dem Halbtagesausflug nach Galle am dritten Tag wurde alles besser …

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… Sonntag, 18.12.2016

Am Nachmittag starten wir zu sechst mit dem Hotel-Shuttle zum knapp 50 Kilometer entfernten Galle, genau genommen in die schmucke Altstadt, die einen enormen Reichtum an historischen Gebäuden aufweist. Das von den Portugiesen bereits ab 1505 errichtete Fort wurde 1640 von den Holländern eingenommen und erlebte als Sri Lankas bedeutendster Hafen eine 150 Jahre dauernde Blütezeit, die bis zur Machtübernahme durch die Briten 1796 andauert. Danach fiel der Ort in einen Dornröschenschlaf, denn die Briten zogen Colombo als Hauptstadt ihrer Kolonie vor. Die alte Bausubstanz ist glücklicherweise bis heute erhalten, wird seit einigen Jahren sukzessive vorsichtig restauriert und kann sich vorzeigen lassen.

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Wir sind zu sechst in unserem Mini-Van. Ein junges Paar, die eine Woche Ayurveda bereits hinter sich haben, lassen sich in Galle nur absetzen, um dann mit den Rucksäcken weiter durch das Land zu reisen. Ein zweites junges Paar, die erst seit gestern im Ressort sind, werden ebenfalls nur eine Woche bleiben, um dann auf eigene Faust die Insel zu erkunden. Auch meine Busnachbarin ist am Reisen sehr interessiert und schnell sind wir alle in einen intensiven Austausch über die schönsten Ecken der Insel, meinem Visumproblem und die unterschiedlichen Klimazonen Sri Lankas versunken.

Da ziept es dann schon ein wenig in mir – die Sehnsucht, es den beiden Paaren gleich zu tun und einfach durch das Land zu reisen. Ist der zwingend erforderliche Ausflug zur Visaverlängerung nach Colombo nicht genau der Wink des Schicksals, die Sicherheit des Strandbungalows, den ich im Anschluss an die Kur gemietet habe, zu verlassen und mich auch einfach auf den Weg zu machen. Meine Erinnerung an die Rundreise vor zwanzig Jahren ist tatsächlich nur noch sehr verschwommen, doch das Gefühl für die Schönheit der Natur, die beeindruckenden Tempelanlagen und die Herzlichkeit der Einwohner spüre ich noch tief in mir.

Angekommen im holländischen Fort spazieren meine Busnachbarin und ich gemeinsam los. Es ist sehr angenehm, dass wir die gleichen Interessen haben. Wir schnuppern koloniale Atmosphäre in den Hotels , stöbern in den kleinen Geschäften, wandern über die massiven Wehrmauern und genießen den Ausblick auf das tobende Meer. Zum Abschluss des Nachmittags gönnen wir uns noch einen gepflegten Tee auf der Terrasse eines der zauberhaften Hotels und träumen dabei vom leider für uns derzeit verbotenen Latte Macchiato.

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Es ist schon dunkel, als wir wieder im Ressort ankommen und ich stelle fest, ich habe mich in das ehemals holländische Fort mächtig verknallt und möchte unbedingt mehr davon…

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Am Abend wird aus meiner Bus- dann auch meine Tischnachbarin. Mit großem Eifer planen wir gemeinsam meine Reise neu, suchen nach einem kleinen Hotel in Galle für die ersten Tage nach meinem Aufenthalt im Ayurveda-Ressort für mich und wägen das Für und Wider eine Rundreise vs. meiner Auszeit im Bungalow ab. Es ist schön, nicht mehr allein zu sein.

Fortsetzung folgt …

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  1. Du bist eine Frau mit der unglaublichen Gabe, die Gelegenheiten, die das Leben dir bietet, beim Schopfe zu packen …
    Na, wenn das kein Omen für den weiteren (Lebens-)Weg ist!!!
    Ich bin gespannt, welche Wendungen du dir für Sri Lanka (und später) noch so ausdenkst. Schade, dass ich nicht zwischenzeitlich in deinen Bungalow am Meer einziehen kann – ich glaube, das wäre momentan genau der richtige Ort für MICH ;-))

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