Yvonnes Reisen

What a wonderful world!

Kategorie: Weltreise 2018 (Seite 2 von 2)

I’m not lost …

… I am exploring.  Live is an adventure worth enjoying …
Unentwegt geht mir der Songtext von Jana Stanfield durch den Kopf, während ich durch die Teefelder von Hatton streife.
Unbeschreiblich schön ist die Landschaft
Keines meiner Fotos wird dem Anblick gerecht.

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Wundervolle Natur in Yattapatha

Sonnenstrahlen lassen die Tropfen auf den Palmenblättern funkeln.  Seit einigen Tagen macht der Regenwald seinem Namen alle Ehre. Jeden Nachmittag schüttet es ein paar Stunden wie aus Kübeln  Der Regen wird dringend gebraucht und hinterlässt ein saftiges Grün.

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Tagebuch einer Praktikantin

Genau vor einer Woche bin ich in der Singharaja Garden Eco Lodge angekommen. Ich kann gar nicht genau sagen, ob die Zeit für mich kurz oder lang war. Auf der einen Seite ist sie wie im Flug vergangen, andererseits habe ich den Eindruck, schon ewig hier zu sein.

 

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Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt

„Letzter Aufruf für Frau Yvonne Simon gebucht auf den Lufthansa-Flug nach Frankfurt. Bitte begeben Sie sich umgehend zum Ausgang 24.“
Fast hätte ich ihn verpasst, den Start zu meiner Weltreise und dass, obwohl ich länger als ein Jahr genau auf diesen Tag zugearbeitet habe.

Schnell raffe ich meine Sachen zusammen, die ich auf dem Platz im Wartebereich neben mir ausgebreitet habe und stürze los. Verliere unterwegs meine Dokumententasche und noch während ich sie wieder auflese, höre ich meinen Namen ein zweite Mal durch die Lautsprecheranlage.

Als Letzte von nur 80 Passagieren auf dem Flug von Leipzig nach Frankfurt gehe ich leicht beschämt an Bord und lasse mich auf meinen Sitz fallen.

Mein Gedankenkarussell kreist unaufhörlich um die letzen zwei Wochen seit meiner Rückkehr aus La Palma, die randvoll angefüllt waren mit vielen bewegenden Momenten, Ereignissen und den Vorbereitungen für die Reise:

Genau getimt sind alle Punkte meiner „Laufliste“ erledigt. Zwei Stunden Zeit bis zur Abfahrt zum Flughafen habe ich noch, als ich das erste Mal entspannt aufatme… dabei fällt im Bad mein Blick eher zufällig auf das Abflussrohr des Waschbeckens und auf den feinen Wasserstrahl, der bereits eine Pfütze auf dem Boden gebildet hat. Oh nein – nicht ausgerechnet jetzt schießt es mir durch den Kopf, während ich bereits in Lösungen denke. Gottseidank wird mein Hilferuf schnell erhört. Nur noch eine Stunde bis zur Abfahrt…

Auf dem Weg zum Flughafen wird mir erstmalig bewusst, dass ich mehr als vier Monate unterwegs sein werde. Einen Moment lang ziept ein ungewisses Gefühl in mir – eine letzte herzliche Umarmung mit meiner Schwester und meinem Schwager und dann gehts los …

Die Angestellte am Check In-Schalter in Leipzig schüttelt mit dem Kopf. Von Frankfurt nach Colombo über Neu-Delhi mit Air India – den Rucksack kann sie leider nicht durchchecken. Ich rede solange auf sie ein – die Umsteigezeit in Frankfurt ist viel zu knapp für einen erneuten Check in – bis sie eine Lösung findet und ich meinen Gepäckabschnitt bis zu meiner Final Destination in der Hand halte. Hoffentlich rollt der Rucksack morgen Nachmittag wirklich in Sri Lanka vom Band …

Erschöpft lasse ich mich im Wartebereich auf den nächsten freien Platz fallen, träume vor mich hin, bis zu „Letzter Aufruf für Frau Yvonne Simon“.

Doch dann ist das Universum schnell wieder an meiner Seite. Reine Flugzeit nach Frankfurt 35 Minuten, ich tippe auf Bestzeit – schneller geht es wirklich nicht Rennend wechsle ich das Terminal, komme völlig ausser Atem am Gate von Air India an, halte wenige Minuten spöter meine beiden Tickets in der Hand, als auch schon das Boarding beginnt.
Die nagelneue Boing hat den schönen Namen „Dreamliner“. Überpünktlich startet sie in die Nacht und noch bevor wir unserer Reiseflughöhe erreicht haben, bin ich auch schon eingeschlafen.

Fünf Flugstunden und 4 1/2 Stunden Zeitverschiebung spöter weckt mich die Guten Morgen Durchsage der Crew. Zeit für ein kleines Frühstück, dann kreisen wir schon über Neu Delhi. Aus der Luft sehe ich eine sechsspurige Autobahn und ein endlos scheinendes Häusermeer. Über allem liegt eine leichte Nebelglocke. Ich höre in mich hinein, ob ich Bedauern spüre, dass Indien nicht auf meiner Reiseroute liegt und entscheide mich für ein klares Nein. Die Zeit für Indien ist noch nicht reif.

Der Flughafen von Neu Delhi ist angenehm ruhig und entspannt. Mein Wunsch nach einem guten Milchkaffee wird an der Bar von Costa Coffee schnell erfüllt. Lederliegen laden zum ausruhen ein, die zwei Stunden Aufenthalt vergehen schnell bis zum nächsten „Ready for take off“.

 

Nun steigt auch die Vorfreude in mir auf, das Kribbeln im Bauch, das sich vor jeder Reise in mir einstellt. Und diesmal natürlich besonders, vier lange Monate liegen vor mir.
Seit vielen Jahren ist es ein Traum von mir, einmal um die Welt zu fliegen.
Das Abflugdatum habe ich schon vor mehr als einem Jahr fixiert. Drei Tage nach Ausbildungsende zum systemischen Coach wollte ich starten – ursprünglich für ein Jahr. Als mir das dann doch zu lang erschien, habe ich es gedanklich auf sechs Monate gekürzt. Dann kamen die ersten Aufträge in meiner Selbstständigkeit und gedanklich kippte ich die Reise komplett.
Doch das Fernweh blieb und wenn nicht jetzt wann dann?

Die Entscheidung für nun vier Monate fühlt sich stimmig an.
Mit Edna und Alfons hatte ich schon Anfang letzten Jahres besprochen, den ersten Monat in ihrer Eco-Lodge am Rande des Singharaja Regenwald verbringen. Als Volontärin habe ich die einmalige Gelegenheit, nicht nur Einblick in die Arbeit Öko-Arbeit der Lodge zu erhalten und in der Biolandwirtschaft mitzuarbeiten, sondern vor allem mehr über die Menschen hier und dieses wunderbare Land zu erfahren.

Für die letzten Tage in Sri Lanka habe ich mir eine besondere Herausforderung vorgenommen – den Aufstieg auf den Adams Peak, heiliger Berg für Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen. Es gibt nur wenige Orte, die für die Gläubigen von vier Weltreligionen heilig sind, der Adams Peak gehört dazu.

5200 Stufen sind es bis zum Gipfel, für mich nicht nur physisch herausfordernd, sondern auch mental, wenn ich an den Abstieg denke. Und gleichzeitig weiß ich, wenn ich diese Herausforderung meistere, wird mich die Energie die ganze Reise begleiten.

Das ist auch der rote Faden meiner Route: die Energie zu spüren, die von den Kraftorten ausgeht, die ich besuchen möchte. Noch steht der Plan nur in meinem Kopf fest, denn ich möchte es fließen lassen. Spontan entscheiden, wie lange ich an welchem Ort bleibe. Das Reisen in vollen Zügen genießen. Mich fasziniert die Kultur der Länder, die Religionen, das uralte Wissen und vor allem die Menschen, die mir unterwegs begegnen werden.

Und so geht es von Sri Lanka aus weiter nach Laos.
Auf dem Landweg überquere ich die Grenze zu Kambodscha.
Angkor Wat steht auf meiner gedanklichen Wunschliste, die Tempelanlage, die mit seinen 200 einzelnen Tempeln als 8. Weltwunder und gleichzeitig als ein magischer Kraftorten gilt.
Vielleicht von dort aus auf dem Mekong gemächlich mit dem Schiff in die quirlige Hauptstadt Phnom Penh.

Nächste Traumstation ist Australien. Zunächst in den Norden nach Darwin, um dann in der Mitte des Kontinentes die Kraft des Ulurus (Ayers Rock), dem heiligen Ort der Aborigines zu spüren. Weiter geht es nach Melbourne und von dort aus nach Tasmanien. Von Sydney aus führt mich meine Reise-Wunschliste nach Neuseeland. Start wird in Auckland sein, mit dem Ziel, hoch im Norden Cape Reinga, einen der Kraftorte der Maoris zu erleben.

Vielleicht geht es dann weiter nach Peru, zum Machu Pichu und zur Kultur der Inkas.

Big Island, Hawaii und die Kraft der Vulkane steht noch auf meinem Wunsch-Reisezettel. Am Ende dann New York, der Stadt, in der die Energie nur so pulsiert.

Am 18. Mai sticht in Wilmington, North Carolina die „Independent Voyager“ in See. Das Frachtschiff, das mich in 11 Tagen über den Atlantik zurück nach Europa bringen wird. Zugegeben – ein recht ungewöhnliches Fortbewegungsmittel für meine Heimreise und gleichzeitig das genau richtige, um die Reise noch einmal auf mich wirken zu lassen. Vielleicht ist sogar genügend Zeit, um mir selbst einen großen Wunsch zu erfüllen – ein eigenes Buch zu schreiben.

Apropos schreiben … Ich bin sehr glücklich, diese Reise nicht nur in meinem Blog festzuhalten, sondern auch unter der sehr passenden Rubrik. „Around the World“ für den Blog des Reisemagazins Connoisseur Circle schreiben zu dürfen.

Seit zwei Wochen probiere ich mich auch in einem für mich ganz neuen Medium aus. Am 13. Januar ging mein erster Podcast „Ich mach‘s jetzt einfach“ an den Start. Hier bin ich „Mutmacherin“, für alle diejenigen, die noch zögern, sich ihre Herzenswünsche zu erfüllen. Der Mut zum ersten Schritt.

Ich geh ihn gerade einmal wieder, meinen „nächsten ersten Schritt“, um mich und die Welt zu entdecken und ich freu mich so sehr, dass ihr mich dabei begleitet.

 

 

 

 


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